Sonntag, 27. Oktober 2013

What have I got to live for; You come crashing down. Crashing down..

Einsam und verlassen stehe ich hier. Im Spiegel meine ängstlichen Augen, mein trauriges Gesicht. Tränen laufen mir die Wangen herunter. Es fühlt sich so an, als hätten sich in den letzten Wochen nichts als Tränen angesammelt, die nun ihrem Strom folgen. Die Narben der Vergangenheit brechen auf und lassen den alten Schmerz wieder frei. Er umklammert mich wie damals und versucht mir die Luft zum Atmen zu nehmen. Ich verspüre dieselbe Ohnmacht wie früher, als ich mich so wehrlos und machtlos fühlte. Einzig allein die Wut, der Hass denen gegenüber, die einen im Leben so sehr verletzt haben und die Angst der Wiederkehr bleibt. Die bleibt nicht nur, sie bäumt sich auf und wird zu einer riesigen tickenden Zeitbombe, die unkontrollierbar ist. Nervenaufreibend. 
Die Angst überkommt mich. Die Angst dem nicht gerecht zu werden, was gefordert wird. Die Angst, von der Umwelt nicht so akzeptiert zu werden wie ich bin. Die Angst, sich so stark zu verändern, dass ich mich selber nicht mehr wiedererkenne. Ich atme schneller und mein Herz pocht wie wild, denn diese beklemmende Angst kriecht immer und immer wieder in mir hoch. All meine Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen und ich stehe neben mir und versuche mich aufzufangen, denn meine Furcht zwingt mich in die Knie. Doch es wird schwerer und schwerer sich aus dieser Position wieder zu befreien. Diese Ängste lassen mich an mir selbst zweifeln und dieser Strom von Ängsten, Furcht und aufkommender Wut findet kein Ende. Die Schlinge zieht sich mehr und mehr zu und ich merke immer wieder, dass ich es alleine nicht schaffe, mich daraus zu befreien. 
Ich will alles vergessen, einfach alles hinter mir lassen, doch ich kann es nicht. Es ist einfach zu viel und diese Last ist untragbar. Alle Probleme holen mich wieder ein, nichtmal wegrennen kann ich vor ihnen. Sie sind wie mein Schatten, mir immer einen Schritt oder Gedanken voraus. Uneinholbar. Einfach fest eingeschweißt. Man sagt die Zeit heilt alle Wunden, doch die Narben, die trägst du ein Leben lang mit dir herum und machen das Vergessen unmöglich.
Gerade in diesen Momenten lernt man, sich auf die schönen Dinge im Leben zu konzentrieren. Einfach den Tag zu Leben. Ohne nachzudenken oder gar auszurechnen was morgen passiert. In der Zeit komplett stehen bleiben. Gedanken ausschalten und das annehmen, was gerade passiert. Nur so ist das Leben aushaltbar. Diese Lösung scheint so nah, doch mir auch wieder so unglaublich fern. Der ganze Stress, den man sich macht, frisst einen mit der Zeit nur noch auf. Ich drohe zu ersticken an meinen eigenen Tränen, gefüllt mit Wut, Hass und Verzweiflung. Ich möchte aufhören, doch es geht nicht. Mein Kopf ist voller Gedanken. Gedanken, die mich nicht loslassen. Die Zeit vergeht, doch mein Kopf voll mit Gedanken bleibt. All dieser Hass, diese Angst, Verzweiflung und Furcht habe ich irgendwann, irgendwo, irgendwie abonniert. Ich würde es gerne kündigen, aber der Anbieter zeigt sich mir einfach nicht mehr. Die glücklichen Momente rücken ganz weit in den Hintergrund, werden dadurch zu was besonderem. Das gibt mir das Gefühl, je glücklicher ich in Momenten bin, desto härter werden die Tage danach. Und man muss der Realität wieder vollkommen ins Auge blicken. 
Die zeigt, welch einen großen Wert diejenigen Menschen haben, die erkennen, wann es einem schlecht geht, auch wenn man es so gut es geht nach außen verbirgt. Diesen Menschen kann man zu hundert Prozent sein vollstes Vertrauen schenken. Genau das ist es, was einen in schwierigen Zeiten über Wasser hält. Wie eine Schutzweste, die einem vor dem Ertrinken rettet. Etwas einmaliges. Wundervolles. Es schenkt mir ein Lächeln in den Zeiten, in denen ich ein nervenaufreibendes Wrack bin, dass die Freuden des Lebens nicht mehr erkennt und in dem Strom von Verzweiflung untergeht. 
Es wird auch wieder rosigere Tage geben, da bin ich mir sicher. Hoffe ich! Das Leben geht abwärts und aufwärts. Man müsste ein unverbesserlicher Optimist sein, um nur die guten Dinge im Leben zu sehen. Das kann ich leider nicht. Irgendwie muss man es eben bewältigen. Jeder hat da seine ganz eigene Strategie. Ob weniger gut oder exzellent. Darauf kommt es nicht an. Es kommt darauf an, dass ich mit mir selbst im Reinen bin und wie ich mit meinem Leben klarkomme. Nur so kann das Leben funktionieren. Es gibt sowohl Höhen als auch Tiefen, aber man muss es schaffen,über der Wasseroberfläche zu bleiben. So ist das Leben nunmal. Einfach ist es keinesfalls.
C'est la vie.. C'est ma vie! 

2 Kommentare:

  1. Wow, so schön geschrieben!
    Kopf hoch Süße <33

    Becky

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    1. Oh danke, musste es einfach mal loswerden!Ich danke dir wirklich!!♥ geb mein Bestes..

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